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Besteuerung international mobiler Arbeitnehmer und Rentner

3. Niedersächsische Regionalkonferenz der Deutschen Steuerjuristischen Gesellschaft


Hannover/Osnabrück: Wie lässt sich die Besteuerung der Beiträge zur Altersvorsorge international mobiler Arbeitnehmer und auch der zunehmend mobilen Bezieher von Alterseinkünften praxisgerecht optimieren? Diesen Fragen gingen am 17. Oktober 2013 die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 3. Niedersächsischen Regionalkonferenz der Deutschen Steuerjuristischen Gesellschaft e.V. (DStJG) nach. Organisiert wurde die Veranstaltung von der grenzüberschreitenden Deutsch-Niederländischen Forschungsstelle »Steuern im Grenzgebiet« am Institut für Finanz- und Steuerrecht der Universität Osnabrück gemeinsam mit dem Osnabrücker Steuerforum und dem Niedersächsischen Finanzgericht in den Räumen der Industrie und Handelskammer in Osnabrück.

Die Direktorin des Instituts für Finanz- und Steuerrecht, Prof. Dr. Heike Jochum, konnte als Veranstalterin zahlreiche Gäste aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung, Justiz und den steuerberatenden Berufen begrüßen. »Tagungen der Steuerjuristischen Gesellschaft sind besonders spannend, weil sie Vertreter aller mit dem Steuerrecht befassten Berufsgruppen zusammenführen«, erklärt Prof. Jochum. Das diesjährige Thema sei dabei besonders aktuell, da Deutschland und die Niederlande in dem bald in Kraft tretenden neuen Doppelbesteuerungsabkommen mit der Vereinbarung des sog. Förderstaatsprinzips neue Wege beschritten, erläuterte sie.

Prof. Dr. Andreas Musil, Vizepräsident der Universität Potsdam, eröffnete den fachlichen Teil der Veranstaltung mit einem Beitrag, der insbesondere die verfassungs- und europarechtlichen Zusammenhänge aus nationaler Perspektive in den Mittelpunkt stellte.

Aus Sicht der Praxis präsentierte anschließend Rechtsanwältin/Steuerberaterin Dr. Rosemarie Portner anschaulich die vielfältigen Schwierigkeiten, die sich beim Zusammentreffen unterschiedlicher nationaler Besteuerungskonzepte im Bereich der Alterseinkünfte ergeben.

Im Anschluss diskutierte das Podium unter der Moderation von Gert Müller-Gatermann, WTS Group AG München und vormals Ministerialdirigent im BMF, die vorgetragenen Thesen und Ergebnisse. Regierungsdirektor Dieter Eimermann (BMF), Dr. Harald Grürmann, Präsident der Steuerberaterkammer Niedersachsen, sowie Dr. Jörg Grune, Richter am Niedersächsischen Finanzgericht in Hannover beleuchteten kritisch die Chance einer sachgerechten Reform der Besteuerung von Altersvorsorgebeiträgen und Alterseinkünften. Prof. Dr. G.J.B. Dietvorst von der Universität Tilburg erläuterte die niederländischen Vorstellungen.

Im Schlusswort konnte Prof. Dr. Heike Jochum feststellen: „Mit dieser erfolgreichen Vortragsveranstaltung können wir rundum zufrieden sein. Die spannenden Vorträge und Diskussionen befördern die Weiterentwicklung der Besteuerung von Altersvorsorgebeiträgen und Alterseinkünften sehr.“

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Ansprechpartner/in:
Herr Dr. Jörg Grune

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